Wirbelsturm

Ein Beispiel: der Hurrikan Gilbert

Den großen tropischen Stürmen werden oft Namen gegeben, so wie das auch bei uns mit Hoch- und Tiefdruckgebieten der Fall ist.
Einer der Hurrikane, die Geschichte gemacht haben, ist der Sturm Gilbert, der 1988 den Golf von Mexiko heimsuchte. Er hatte einen Durchmesser von 1500 Kilometern und die Windgeschwindigkeit direkt am Rande des Auges, wo die stärksten Luftdruckunterschiede sind, betrug über 320 km/h! Dabei bewegte sich Gilbert nur mit 18-25km/h über das Land, so dass man ihm mit einem schnellen Fahrrad hätte entkommen können. Der große Hurrikane war nicht allein: er wurde von mindestens 24 vernichtenden Tornados begleitet.

Hurrikan Mitch

Kein Bild vom Hurrikan Gilbert, aber von Mitch, der ebenfalls Jamaika heimsuchte.

Aber Gilbert brachte nicht nur Wind mit sich, er hatte auch Wasser dabei. Sturzbachartige Regenfälle von 250-380mm in wenigen Stunden verursachten Überschwemmungen, zudem peitschte er das Meer zu einer Sturmflut von 6 Metern Höhe.

Tornado

Als Gilbert über die Insel Jamaika und die mexikanische Küste getobt war, ließ er eine ungeheure Verwüstung zurück. 500.000 Menschen waren obdachlos, 100.000 waren aus den Küstenstädten evakuiert worden, 318 Leute waren tot. Der Sachschaden, der entstanden war, ist da noch gar nicht mit bedacht.

Über dem Land ging Gilbert allmählich die Energie aus. Einerseits fehlte ihm der Nachschub warmer Luft aus dem Meer, andererseits verlangsamte ihn die Oberflächenreibung mit dem Land.

Alle Versuchen, Hurrikane künstlich zu vernichten, indem man sie zum Beispiel vorzeitig zum Regnen bringt, sind bisher vergeblich gewesen. So bleibt weiterhin nur die Vorwarnung, um möglichst viele Leute rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.